Unser parlamentarischer Abend im Bundestag im Rahmen der »Grünen Woche«.
Die Landwirtschaft steht mitten in der Klima- und Biodiversitätskrise. Extreme Wetterereignisse, steigender ökonomischer Druck und der Verlust von Artenvielfalt machen deutlich: Ein „Weiter so“ kann keine Antwort sein. Umso gravierender ist es, dass die aktuelle Bundesregierung ausgerechnet jetzt zentrale Zukunftsprojekte in der Agrarpolitik zurückfährt oder auf Eis legt.
Copyright: A. Schamoni/Grüne BundestagOb bei der staatlichen Tierhaltungskennzeichnung, beim Ausbau des Ökolandbaus oder beim Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung – wichtige Vorhaben wurden gekürzt, verschoben oder ganz gestrichen. Statt Planungssicherheit und verlässlicher Perspektiven für Betriebe zu schaffen, setzt das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium auf eine rückwärtsgewandte Klientelpolitik. Diese Politik begünstigt wenige, lässt viele Höfe im Stich und ist mitverantwortlich für das anhaltende Höfesterben der vergangenen Jahrzehnte.
Wir Grüne halten diesem Kurs bewusst etwas anderes entgegen. Wir stehen für eine Landwirtschaft, die Klima- und Artenschutz ernst nimmt, gute Arbeitsbedingungen ermöglicht und Bäuerinnen und Bauern eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft bietet. Eine Landwirtschaft, die regionale Wertschöpfung stärkt, gesunde Ernährung fördert und den Umbau hin zu nachhaltigeren Produktionsweisen aktiv unterstützt – statt ihn auszubremsen.
Copyright: A. Schamoni/Grüne BundestagDass wir mit dieser Haltung nicht allein stehen, hat der parlamentarische Abend im Rahmen der Grünen Woche eindrucksvoll gezeigt. Dort sind wir mit Menschen aus Praxis, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zusammengekommen, die bereits heute an Lösungen arbeiten: für nachhaltige Produktion, für gesunde und bezahlbare Ernährung und für eine klimaresiliente Landwirtschaft. Der Abend war geprägt von offenem Austausch, unterschiedlichen Perspektiven und dem gemeinsamen Willen, dem agrarpolitischen Rollback etwas Konkretes entgegenzusetzen.
Wir danken allen, die an diesem Abend dabei waren, für die anregenden Gespräche, die klaren Worte und das gemeinsame Engagement. Der Austausch bestärkt uns darin, weiter konsequent für eine Landwirtschaft der Zukunft zu streiten.
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