Haushaltsausschuss des Bundestages beschließt Förderung für Karlsruher Schwimmbad
Karlsruhe/Berlin. Karlsruhe erhält 1,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbad“. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Mittel heute für die Sanierung des Rheinstrandbads Rappenwörth beschlossen.
„Für Karlsruhe und die Menschen vor Ort ist das eine gute Nachricht. Schwimmbäder und Sportstätten sind weit mehr als reine Freizeitangebote: Sie sind wichtige Orte für Sport und Bewegung, Gesundheit, Begegnung und soziale Teilhabe. Angesichts des bundesweit erheblichen Sanierungsstaus bei kommunalen Sportstätten und Schwimmbädern ist jede Sanierung, die konkret vor Ort ermöglicht wird, ein wichtiger Schritt“, kommentiert Dr. Zoe Mayer (GRÜNE), direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Karlsruhe.
Trotz der Förderung bleibt das Programm aus Sicht der grünen Bundestagsfraktion hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Der große Andrang auf den Förderaufruf macht deutlich, wie viele Kommunen dringend auf Unterstützung bei der Sanierung ihrer Schwimmbäder und Sportstätten angewiesen sind. Einzelne Förderrunden können diesen strukturellen Sanierungsstau jedoch nicht nachhaltig beheben.
Hinzu kommt, dass eine dauerhafte Fortsetzung der Förderung für kommunale Sportstätten und Schwimmbäder bislang nicht gesichert ist. Kommunen planen und finanzieren Sanierungen über viele Jahre nicht entlang einzelner Förderperioden. Dafür brauchen sie eine verlässliche finanzielle Grundlage.
„Es darf deshalb nicht dabei bleiben, dass einzelne Kommunen mit aufwendigen Anträgen um begrenzte Fördermittel konkurrieren. Notwendig ist vielmehr eine nachhaltige und flächendeckende Stärkung der kommunalen Sportinfrastruktur. Das Rheinstrandbad Rappenwörth profitiert nun von der Bundesförderung. Damit dies auch für andere dringend sanierungsbedürftige Schwimmbäder und Sportstätten möglich wird, braucht es langfristig verlässliche Investitionen und eine dauerhaft tragfähige Finanzierung“, so Mayer.